Agrarstruktureller Wandel im Haraz-Gebirge (Arabische by Georg Ladj

By Georg Ladj

Ziel der Arbeit ist die Darstellung der aktuellen Agrarstruktur des Haraz-Gebirges - einem der Gebirgsstocke der Westlichen Randgebirge des Jemen - unter der Berucksichtigung des raschen sozio-okonomischen Wandels in der area selbst (Sozialstruktur, Emigration, Bedeutung des Qat-Konsums). Deren Entwicklungstendenzen - Verstarkung des Qat-Anbaus und dessen Bewasserung, wo immer moglich, Reduktion der Pflegearbeiten in den Kulturen und Auflassen von Terrassen und deren Erosion, wo es an Arbeitskraften fehlt, geringere Pflege der Kulturen, teilweise Konzentration von Landeigentum in den Handen von Grossgrundbesitzern and so forth. - werden anhand vieler Abbildungen sowie mittels Fallbeispielen detailliert dargestellt. Fotos veranschaulichen diese Prozesse.Vor dem allgemeinen Hintergrund des Scheiterns vieler Projekte der Technischen Zusammenarbeit und dem speziellen des "Haraz Pilot venture for Ersoion keep an eye on and Afforestation" - ein monosektorales Forstprojekt in der sector, das enorme Durchfuhrungsprobleme hatte und 1987 eingestellt wurde - wird anhand der Arbeitsergebnisse aus der Regionalanalyse ein moglicher partizipativer Weg fur die Durchfuhrung von Entwicklungsprojekten in kleinraumig-differenzierten Regionen aufgezeigt. Dieser Ansatz beginnt auf Dorfebene, wird stufenweise erweitert und kann uber eine verbesserte Projektprufung und eine Orientierungsphase problemlos in die aktuelle Struktur der Technischen Zusammenarbeit eingebunden werden.

Show description

Read Online or Download Agrarstruktureller Wandel im Haraz-Gebirge (Arabische Republik Jemen): Zur Problematik von Projektplanungen in kleinraumig-differenzierten landlichen Regionen (Jemen-Studien) PDF

Best german_2 books

Extra info for Agrarstruktureller Wandel im Haraz-Gebirge (Arabische Republik Jemen): Zur Problematik von Projektplanungen in kleinraumig-differenzierten landlichen Regionen (Jemen-Studien)

Example text

5 Dynamik im Jahresverlauf Wie verhält sich die mikrobielle Biomasse im Jahresverlauf und bezüglich der Bodentiefe? Die Populationsdichten an kultivierbaren Bakterien und Pilzen in Böden sind im Jahresverlauf relativ konstant, zeigen aber charakteristische Fluktuationen mit Maxima im Frühjahr und Spätsommer/Herbst sowie mit Minima im Winter und im Hochsommer. Die Ursachen sind zwar verschieden, aber nicht unabhängig voneinander. 1 Böden als Lebensräume Zunächst haben die kultivierbaren Bacteria und Echten Pilze (Fungi) in Böden geringe Generationszeiten (g = 1/v).

Für das Edaphon liegt der optimale Wassergehalt der meisten Böden bei etwa 50 bis 70% der maximalen Wasserkapazität (mWK; entspricht der Feldkapazität), da bei diesem Wassergehalt die Mittelporen mit verfügbarem Wasser gefüllt und die Grobporen frei von Wasser sind. Ein Wassergehalt von etwa 50–70% der mWK entspricht aus den gleichen Gründen auch den optimalen Ansprüchen der meisten höheren Pflanzen (Papendick u. Campbell 1980; Anderson 1988; Parkinson u. Coleman 1991; Schinner u. Sonnleitner 1996; Frey 2007).

Böden enthalten eine gewaltige genetische Diversität (Kap. 4), von der stets nur ein kleiner, wechselnder Ausschnitt nach Induktion phänotypisch und ökophysiologisch in Erscheinung tritt. Diese enorme Vielfalt an Lebensgemeinschaften und die hohe Abundanz an Organismen in Böden wird gerne als „the poor man’s tropical rainforest“ bezeichnet (Giller 1996). 8 Autochthone und zymogene Mikroorganismen Gelangt frische POS in den Boden, dann können die Bodenmikroorganismen aufgrund unterschiedlicher Reaktionen in zwei Gruppen unterteilt werden und zwar in eine zymogene Fraktion (gr.

Download PDF sample

Rated 4.09 of 5 – based on 25 votes