Autoimmunerkrankungen in der Neurologie: Diagnostik und by Mathias Mäurer, Martin Stangel

By Mathias Mäurer, Martin Stangel

Kaum ein Gebiet der klinischen Neurologie entwickelt sich so dynamisch wie die Neuroimmunologie. Mit effizienten Immunmodulatoren und immunsuppressiven Medikamenten lassen sich heute viele neuroimmunologische Erkrankungen intestine behandeln. Der wissenschaftlich fundierte Leitfaden bietet einen aktuellen ?berblick zu diagnostischen und therapeutischen Ma?nahmen. Prim?re neuroimmunologische Krankheitsbilder werden dabei ebenso besprochen wie neurologische Manifestationen internistischer autoimmuner Systemerkrankungen – f?r Neurologen wie f?r Internisten.

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Fehlende Signale zur Differenzierung werden derzeit als Hauptursache für die mangelnde Aktivierung dieser Zellen im chronischen Läsionsstadium angesehen. Eine der- 18 1 Kapitel 1 • Multiple Sklerose und andere autoimmune ZNS-Erkrankungen zeit besonders favorisierte Hypothese nimmt ein enges zeitliches Fenster nach Läsionsbildung an, in dem sich OVZ differenzieren und neue Myelinscheiden ausbilden können. Erfolgt in diesem Zeitrahmen keine Remyelinisierung, so fehlen danach die erforderlichen Botenstoffe für eine erfolgreiche Differenzierung der OVZ zu myelinisierenden Zellen [123].

Da es ganz überwiegend neuroaxonale Parameter, wie beispielsweise der Verlust an NAA, sind, die mit dem Schweregrad der bleibenden Behinderung korrelieren, erfährt die Remyelinisierung derzeit gesteigertes Interesse als Mittel zur Langzeit-Axonprotektion [196]. Allerdings weisen experimentelle Studien darauf hin, dass frühe Stadien der Remyelinisierung aufgrund einer Umverteilung der Natriumkanäle eher zu einer Erhöhung des axonalen Energiebedarfs führen und somit die Vulnerabilität der Axone eher erhöhen [392].

Das LhermitteZeichen mit elektrisierenden Kribbelparästhesien entlang des Rückens beim Beugen des Nackens weist auf eine spinale cervikale Läsion hin, ist aber nicht spezifisch für eine MS. Ein Restless-Legs-Syndrom wurde kürzlich bei 19 % von MS-Patienten beschrieben [285]. Schmerzen bei MS sind häufig und haben mannigfaltige Ursachen. Einerseits können MS-Läsionen direkt Schmerzen verursachen (neuropathische Schmerzen), andererseits werden Schmerzen auch indirekt beispielsweise durch schmerzhafte Spastiken oder sekundär durch degenerative Wirbelsäulenveränderungen hervorgerufen.

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